FSV Sandharlanden setzt Erfolgslauf fort

Der nachfolgende Bericht stammt von Thomas Kreidemeier, Mittelbayrische Zeitung. (Quelle)

Das Überraschungsteam der Kreisklasse Kelheim holt gegen SV Kelheimwinzer drei Zähler und ist seit elf Spielen ungeschlagen.

Am Ende des Tages war Bad Gögging dann doch wieder vorne – wegen der besseren Tordifferenz. Doch nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SV Kelheimwinzer gelang dem FSV Sandharlanden zumindest für eine Stunde der Sprung auf Position eins, weil Konkurrent Gögging später spielte.

30 Punkte zu holen war unser Saisonziel, das haben wir schon geschafft. Jetzt wollen wir natürlich auch auf Rang eins oder zwei überwintern, alles andere ist Bonus“, freute sich FSV-Coach Andreas Stadler.

Für seine Truppe sei es ein „ganz wichtiger Sieg“ in einem „sehr umkämpften Spiel“. Das bestätigte auch Gästespielertrainer Alex Sommer, der nicht allzu viele Worte über die Partie verlieren wollte: „Das Ding hätten heute beide Teams gewinnen können, das 2:1 hätte auch für uns fallen können. Da hat eben das Glück gefehlt.“ Bitter aus Sicht des SV Kelheimwinzer war der Traumstart der Gastgeber: Tobias Hägele wurde in der dritten Minute auf Außen geschickt, nahm den Ball mit und spielte flach an den ersten Pfosten. Dort verpasste Dennis Steinhöfer haarscharf, was sich aber als Vorteil erwies: Der Ball rutschte zu Bakary Doumbia, der am zweiten Pfosten im Rückraum mutterseelenallein stand und verwandelte. „Beim 0:1 waren wir ungeordnet. Der frühe Gegentreffer hat uns ziemlich geschadet. Sonst wären wir dann später selbst in Führung gegangen“, kommentierte Sommer. Sandharlanden überzeugte in der Anfangsphase mit blitzschnellen Kontern.

Die ersten 20, 25 Minuten waren richtig gut, dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, resümierte Stadler. Doumbia legte in der 13. Minute ab auf den Elferpunkt zu Steinhöfer – der zirkelte die Kugel ans Lattenkreuz. Stattdessen traf Winzer: Daniel Merkl köpfte eine Flanke von Alexander Rott zum 1:1 ins kurze Eck ein. Zuvor hatte Sommer schon zweimal gewechselt (25.), auch er selbst kam in die Partie. „Bei mir ging es heute eigentlich nicht oder zumindest nicht so lange, deshalb war ich auf der Bank.“

Er habe das Spiel stabilisieren wollen, so Sommer. „Nach dem Spiel tut mir dafür jetzt alles weh, ich bin eben nicht mehr jung“, schmunzelte der 37-Jährige. Zur Halbzeit blieb es beim Unentschieden. „Spielerisch war das heute nicht so gut wie die letzten Partien. Aber die Kampfbereitschaft war super, wir wollten unbedingt den Dreier hierbehalten und haben auch nach dem Ausgleich nicht aufgesteckt“, urteilte Stadler und fügte hinzu: „Lieber dreckig gewinnen als schön verlieren.“ Doch auch Sommer war mit seiner Elf zufrieden: „Jetzt wird natürlich wieder nach Fehlern gesucht, aber die Leistung war vollkommen okay. Sandharlanden ist ja nicht umsonst Zweiter. Der Einsatz hat gestimmt, wir haben uns nur nicht belohnt.

In der zweiten Halbzeit herrschte in der Offensive ziemlich Flaute – und zwar „hüben wie drüben“, fand Stadler. Doumbia hatte die erste große Chance. Sein Kopfball nach einer Ecke war zu mittig und scheiterte am Bein des Torhüters (64.). Ein Schuss von Hägele ging links vorbei. Gerettet habe Sandharlanden dann ein „Sonntagsschuss“, wie der Coach schwärmte: Daniel Radler fasste sich ein Herz, zog aus etwa dreißig Metern ab und der Ball senkte sich über Kelheimwinzers Keeper rechts oben ins Eck zum 2:1.

Die Gäste warfen alles nach vorne, kamen mit Brechstange und langen Bällen aber nicht zum Erfolg. Ein Problem sei laut Sommer aktuell Spielermangel: „Wir hatten heute 13 Mann dabei, davon aber nur elf frische Spieler. Heuer haben wir erstmals drei Herrenteams angemeldet“, erklärte der Trainer. Dieser Umstand sorge bei einigen Verletzten schnell für Personalnot.

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